16. Juni bis 25. August 2024

REISESEHNSUCHT

Maria Neppert-Boehland • Wolfgang Reinke • Carl-Heinz Kliemann • Berthold Adolfsson

Die Ausstellung REISESEHNSUCHT zeigt Arbeiten der Sommerorte von Carl-Heinz Kliemann, Maria Neppert-Boehland, Wolfgang Reinke und Berthold Adolfsson. Es sind Orte wie Korčula, eine idyllische Insel in Kroatien, Italien, Schweden sowie die Boddenlandschaft und Ostseeküste bei Ahrenshoop und Fischland/Darß

Öffnungszeiten
Do | Fr 14 bis 18 Uhr
Sa | So 12 bis 17 Uhr

Finissage am Sonntag, den 25. August von 12 bis 17 Uhr 

Maria Neppert-Boehland

Maria Neppert-Boehland, geboren 1906 im Baltikum, war eine deutsche Künstlerin, die nach dem Ersten Weltkrieg 1919 nach Deutschland emigrierte. Ihr künstlerischer Weg begann 1926 mit einem Studium an der Hochschule für Freie und Angewandte Kunst in Berlin. Im selben Jahr heiratete sie den Graphiker Johannes Boehland und arbeitete mit ihm im Werbeatelier der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin, wo sie sich auf die Gestaltung von handgemalten Tapeten, Wandmalerei und Aquarellen spezialisierte. Obwohl sich das Paar 1934 scheiden ließ, setzten sie ihre berufliche Zusammenarbeit fort.

1936 hatte Maria Neppert-Boehland ihre ersten eigenen Ausstellungen, und 1938 heiratete sie den Journalisten und Verleger Fritz-Michael Röhl. Während des Zweiten Weltkriegs war ihr die künstlerische Arbeit verboten, sie widmete sich stattdessen der Ausgestaltung von Lazaretten. Nach dem Krieg arbeitete sie an Bühnenbildern für kleine Bühnen und baute ab 1949 die Staatlichen Stickereien Schule in Naila (Oberfranken) auf, die 1963 zur Mode- und Bekleidungsfachschule wurde. Maria Neppert-Boehland unternahm vor und nach dem Krieg viele Reisen nach Korčula, Kroatien. Nach dem Tod ihres zweiten Ehemannes zog sie von Naila nach Wiesbaden, wo sie 1988 starb.

Berthold Adolfsson

Berthold Adolfsson wurde am 29. Oktober 1911 auf Björkö, einer Schereninsel vor Göteborg, Schweden, geboren und starb 2004 ebenfalls auf Björkö. Von 1933 bis 1937 studierte er an der Kunstakademie Göteborg und erhielt 1939 ein Stipendium von Charlotte Mannheimer. In dieser Zeit unternahm er Reisen nach Spanien, Frankreich und Italien. Ab 1935 war er auf Ausstellungen in Göteborg und Stockholm vertreten. Er lebte bis zu seinem Tod in einer kleinen Hütte auf Björkö, wo nach seinem Tod sein Lebenswerk entdeckt wurde.

Carl-Heinz Kliemann

Carl-Heinz Kliemann, einer der bedeutendsten Berliner Nachkriegsmaler, wurde 1924 in Berlin geboren. Er studierte von 1945 bis 1950 an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin bei Max Kaus und Karl Schmidt-Rottluff und schloss als Meisterschüler ab. 1950 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Berlin für Grafik, 1955 den Preis des Museums Ljubljana und 1958 den Villa Romana Preis, der ihm einen neunmonatigen Aufenthalt in der Villa Romana in Florenz ermöglichte. Weitere Aufenthalte führten ihn nach Olevano Romano, Italien, und Spanien. Ab 1966 war er ordentlicher Professor an der Universität Karlsruhe. Ab 2000 lebte er wieder in Berlin, wo er 2016 starb. Eine Ausstellung zu seinem Werk fand 2021 in der Galerie Mutter Fourage in Kooperation mit dem Stadtmuseum statt.

Wolfgang Reinke

Wolfgang Reinke wurde 1942 in Reppen, Weststernberg, geboren. Von 1963 bis 1969 arbeitete er als Standfotograf im DEFA-Studio für Spielfilme. Anschließend studierte er von 1969 bis 1974 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1975 war er freiberuflich als Maler und Grafiker in Hirschburg bei Rostock tätig. 1982 wurde er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK). 1986 übersiedelte er mit seiner Frau Vera Schwelgin nach West-Berlin. Sein gesamtes Oeuvre wurde zunächst durch die DDR zurückgehalten und später freigegeben. Seitdem lebt und arbeitet er in Kreuzberg. Seine Werke zeichnen sich durch ihren Bezug zur Ostsee und ihre feine Stimmung aus.

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